Für Bewerber

In den folgenden Artikeln finden Sie neben tagesaktuellen Angeboten aus dem gesamten Spektrum der Neuromedizin auch praxisnahe Tipps für Ihre erfolgreiche Bewerbung. Dieser Bereich ist noch jung, wird aber kontinuierlich aufgestockt. Es lohnt sich, immer mal wieder rein zu schauen.

Per Videochat zum Traumjob: Tipps und Regeln

Viele Unternehmen, Kliniken oder MVZ setzen heutzutage auf Vorstellungsgespräche via Skype oder FaceTime, um Zeit und Kosten zu sparen. Für Sie als Bewerber/in hat das einen entscheidenden Vorteil: Sie sitzen beim Job-Interview im heimischen Arbeitszimmer statt in einem Besprechungsraum in der Klinik.

Das lässt Sie möglicherweise entspannter ins Gespräch gehen, doch Sie müssen sich dessen bewusst sein: Es ist ein Vorstellungsgespräch bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber. Bestimmte Regeln sollten Sie deshalb unbedingt beachten.

Die richtige Technik

Besorgen Sie sich eine ordentliche Webcam und installieren Sie sie in Augenhöhe. Laptops und Tablets haben meistens eine integrierte Kamera: Sie sitzt beim Laptop in der Regel mittig über dem Bildschirm, beim Tablet oft an der Schmalseite. Stellen Sie Laptop oder Tablet so, dass die Kamera auf der Höhe Ihrer Augen sitzt. Dadurch bleibt der Hintergrund frei von perspektivischen Verzerrungen – und Ihr Gesicht auch nicht. Dazu müssen Sie den Laptop vielleicht auf einen Karton stellen – aber bitte keine wackeligen Konstruktionen, so dass die Kamera schwankt oder gar abstürzt. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesicht gut ausgeleuchtet ist, setzen Sie sich auf keinen Fall mit dem Rücken zum Fenster oder vor eine Lichtquelle –Gegenlicht verträgt keine noch so gute Webcam.

Das integrierte Mikrofon reicht meist allenfalls für den Hausgebrauch. Für ein Job-Interview dagegen sollten Sie sich entweder ein Headset zulegen oder ein externes Mikrofon anschließen. Auch Ansteckmikrofone sind für kleines Geld im Elektronikladen zu haben. Die Sprachqualität sollten Sie unbedingt testen, am besten in mehreren Probedurchläufen mit Freunden oder Verwandten, um die richtige Einstellung zu finden. Echos und Rückkopplungen kommen gar nicht gut. Richten Sie Ihr Mikrofon so lange aus, bis es stabil eine hohe Sprachqualität liefert.

Wenig schmeichelhaft: Schmusekatze25

Hängen an Ihrem WLAN-Router mehrere Rechner, etwa von WG-Mitbewohnern oder Familienmitgliedern? Bitten Sie diese anderen Nutzer/innen, während Ihres Vorstellungsgesprächs den PC ausgeschaltet zu lassen, damit Ihnen die volle Bandbreite Ihres Internetanschlusses zur Verfügung steht.

Ihr Gesprächspartner wählt Sie mit Ihrem Skype-Namen an bzw. er sieht ihn, wenn Sie anrufen. Namen wie Klingonenfürst333 oder Schmusekatze25 wirken nicht sonderlich seriös. Notfalls legen Sie sich einen zweiten Account zu, in dem Sie Ihren Klarnamen verwenden.

Und: Schließen Sie den Laptop ans Stromnetz an. Blöd wäre es, wenn während des Interviews der Laptop abrauscht oder Sie hektisch das Netzteil suchen müssen, weil die Akkuwarnung blinkt.

Das passende Umfeld

Platzieren Sie die Kamera so, dass sie einen ruhigen, neutralen Hintergrund zeigt. Ein unaufgeräumtes Zimmer mit herumliegenden Klamotten, Flaschenbatterien oder gar Ihr ungemachtes Bett sollte auf keinen Fall zu sehen sein. Ist hinter Ihnen ein Bücherregal im Bild, achten Sie darauf, welche Bücher erkennbar sind. Disneys Lustige Taschenbücher machen sich nicht ganz so gut wie der Anatomieatlas oder das Lehrbuch der Neurologie.

Wohnen Sie nicht allein, bitten Sie Ihre Mitbewohner/innen, sich während des Interviews möglichst leise zu verhalten. Ihr Handy sollten Sie unbedingt auf lautlos stellen und/oder im Badezimmer deponieren. Die Baustelle vor dem Haus können Sie nicht abstellen, also schließen Sie zumindest das Fenster oder weichen Sie, falls möglich, in ein anderes Zimmer aus, in dem kein störender Lärm von draußen hereindringt.

Jedes Vorstellungsgespräch ist eine erhebliche Stresssituation, auch per Skype von Ihrem Zimmer aus. Um in der Aufregung nichts Wichtiges zu vergessen, können Sie sich als Gedächtnisstütze einen Spickzettel – Ihren Lebenslauf oder eine Liste mit Punkten, die Sie auf jeden Fall im Gespräch unterbringen wollen –seitlich neben dem Bildschirm anbringen. Gegen einen vor Spannung trockenen Mund dürfen Sie ein Glas Wasser bereitstellen und auch benutzen, Essen oder Kaugummikauen ist dagegen ein absolutes No-Go.

Outfit und Körpersprache

Noch einmal: Auch wenn Sie in Ihrem gewohnten Umfeld sitzen, es handelt sich um ein Bewerbungsgespräch. Ziehen Sie sich so an, wie Sie sich bei einem Job-Interview vor Ort auch anziehen würden: formell, aber nicht zu streng.

Wenn Sie sehr aufgeregt sind: Atmen Sie bewusst und langsam. Achten Sie dabei vor allem auf den Ausatem – das Einatmen kommt von alleine. Bemühen Sie sich, langsam zu sprechen, vor allem wenn die Internetverbindung schwach ist. Je schlechter die Sprachqualität, desto deutlicher sollten Sie sprechen.

Anders als im persönlichen Gespräch: Schauen Sie Ihrem Gegenüber nicht in die Augen. Denn damit schauen Sie haarscharf an der Kamera vorbei. Auch wenn es ungewohnt ist: Blicken Sie so oft wie möglich in die Kamera. Dann hat der Gesprächspartner das Gefühl, Sie schauen ihn direkt an. Das ist eine einfache, aber wirkungsvolle Technik, die sich in Probeläufen üben lässt.

Achten Sie auf Ihre Körperhaltung und die gesamte Körpersprache. Versuchen Sie aufrecht, aber nicht verspannt zu sitzen. Vermeiden Sie wildes Gestikulieren und fummeln Sie möglichst nicht an Ihren Haaren oder der Kleidung herum. Erlauben Sie sich trotzdem, Sie selbst zu sein. Schließlich will der Personalchef ja Sie kennenlernen und nicht eine einstudierte Kunstfigur.

Wenn es eine technische Panne gibt: Versuchen Sie möglichst ruhig und souverän zu bleiben. Damit zeigen Sie, dass Sie Stresssituationen gewachsen sind. Für den Fall, dass die Verbindung abstürzt, können Sie sich auch vorab mit dem Gesprächspartner darüber verständigen, wer von Ihnen versucht, die Verbindung wieder herzustellen.

Planen Sie genügend Zeit ein. Ein Skype-Vorstellungsgespräch kann nach 30 Minuten zu Ende sein, es kann aber auch erheblich länger dauern. Nichts ist einem ruhigen, souveränen Eindruck abträglicher als Zeitdruck, unter den Sie sich setzen.

Im Übrigen: Für ein Job-Interview per Videotelefonie gelten die gleichen Gesprächsregeln wie für ein Live-Gespräch. Bereiten Sie sich vor, gehen Sie auf Fragen der Interviewpartner knapp und sachlich ein, stellen Sie selbst gezielte Fragen und vor allem: bleiben Sie so ruhig und gelassen wie nur irgend möglich.

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